Hundegarten Tierpension Tierarzt
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HOMÖOPATHIE
Heilungserfolg mit kleiner Dosis statt "Viel hilft viel"
Einen Patienten homöopathisch zu behandeln, heißt ihn ganzheitlich zu behandeln. Das Ziel ist eine dauerhafte Heilung unter Berücksichtigung der Gesamtverfassung. Durch kleinste Dosen eines Homöopathikums wird der Körper in die Lage versetzt, Erkrankungen, wie z.B. Infektionen der Atmungs- oder Verdauungsorgane, selbst zu überwinden.

Ist eine chronische Erkrankung durch irreversible Schädigungen gekennzeichnet und somit nicht mehr heilbar, wie z.B. Tumorerkrankungen, Arthrosen etc., kann durch die Homöopathie das Fortschreiten hinausgezögert, bzw. eine Linderung der Symptome erreicht werden.

Die Basis jeder homöopathischen Behandlung ist ein ausführliches Gespräch über die Krankengeschichte und die individuellen Symptome des Patienten, gekoppelt mit einer klinischen Untersuchung. Der Patient bekommt auf dieser Grundlage das auf ihn abgestimmte homöopathische Arzneimittel.

Die Homöopathie ist eine sanfte Heilmethode. Sie ist frei von Nebenwirkungen und führt nicht zu Allergien oder Unverträglichkeiten.

 


In vielen Fällen stellt die Homöopathie eine Alternative zur Schulmedizin dar. Manchmal sind deren Maßnahmen jedoch unumgänglich, dazu zählen z.B. Infusionen nach großem Flüssigkeitsverlust (wie etwa beim Brechdurchfall) oder der Ersatz von Hormonen und Fermenten, die der Körper nicht mehr selbst produzieren kann, weil die entsprechenden Organe zerstört sind (wie etwa Insulin für Diabetiker).

Oft kann jedoch die Dosis herkömmlicher pharmazeutischer Produkte mit Hilfe eines gleichzeitig verabreichten homöopathischen Arzneimittels reduziert werden. Weiters kann die Homöopathie auch mit anderen Therapien kombiniert werden, so z.B. mit physiotherapeutischen Anwendungen oder Verhaltenstherapien.

Simone von Oltersdorff-Kalettka
Tierärztin - Diplom-Veterinärhomöopathin der Europäischen Akademie für Veterinärhomöopathie


HOMÖOPATHISCHE FALLBEISPIELE
Balu

Der inzwischen 13-jährige Huskymischling Balu litt unter einer immer wiederkehrenden Ohrenentzündung. Es war nur das rechte Ohr betroffen, jegliche in solchen Fällen übliche lokale Behandlungen mit (verschiedenen) Ohrentropfen halfen nur für einige Wochen. Dann ging es wieder los mit Röte, Schmerz und eitrigem, stinkendem Sekret. Daß ein Fremdkörper tief im Gehörgang festsitzt (was bei einseitiger Ohrenentzündung auch ein Grund sein kann) wurde mittels einer endoskopischen Untersuchung in Narkose ausgeschlossen.

Mit der Hoffnung auf dauerhafte Besserung entschliessen wir uns im Mai 2010 für den klassisch homöopathischen Weg, d.h. eine ausführliche, ganzheitliche Befunderhebung.
Zum Zeitpunkt der Fallaufnahme ergibt sich in groben Zügen folgendes Bild:
Balu neigt, abgesehen von der Ohrenentzündung, u.a. auch zu wiederkehrenden Hautekzemen, schneller Zahnsteinbildung, vereiterten Zähnen und hat Arthrosen in mehreren großen Gelenken, v.a. der Hüften. So ist es nicht verwunderlich, daß er beim Spazierengehen schon viel langsamer und behäbiger läuft. Früher konnte man ihn kaum an der Leine halten, wie ein Energiebündel wollte er nur springen und toben. Richtig munter wird er nun nur noch, wenn die Nachbarshündin läufig ist, dann vergißt er jeden Hüftschmerz und zieht mit seinen Besitzern im Schlepptau immer der „Fährte“ der Hundedame hinterher.

Im Anschluß an die Anamnese gebe ich der Besitzerin Calcium carbonicum C30 mit, daß sie 2x wöchentlich einzugeben hat.

In den folgenden Wochen macht Balu eine regelrechte „Verjüngungskur“ durch, er ist auf dem Spaziergang wieder kaum zu bändigen (selbst wenn die „Freundin“ gar nicht läufig ist). Die Ohrenentzündung heilt aus und ist auch nicht mehr wiedergekehrt.

Im Dezember 2010 wird der inzwischen wieder starke Zahnstein entfernt und 2 vereiterte Zähne gezogen. Davon hat er sich aber wieder schnell erholt.


Luna

Im September 2010 lernte ich die Katze Luna kennen. Sie ist eine Mischung aus Birma und Perser, im Frühjahr geboren und seit ca. 4 Monaten bei ihrer Familie. Leider hat sie schon ihr ganzes, noch kurzes, Leben lang Durchfall. Der Kot war noch nie normal, höchstenfalls breiig. Beim Haustierarzt bereits stattgefundene Wurmkuren und Antibiotikabehandlungen besserten die Symptome nicht. Ein Diätfutter hilft ihr zumindest in soweit, daß sie nicht so häufig auf's Katzenkisterl muß, aber die Konsistenz bessert sich nicht. Daß Luna langhaarig ist macht es für ihr Frauchen nicht leichter, da sie das Hinterteil täglich waschen muß.Weiterhin auffällig ist u.a., daß die Patientin auch an einer Zahnfleischentzündung leidet und für ihr Alter eher inaktiv ist. Die zarte Katze ist zwar nicht wirklich apathisch, aber recht faul. Obwohl sie und der Kater, der ebenfalls im Haushalt lebt, die Möglichkeit zum Freigang haben, nutzt sie es kaum, liegt lieber im Haus und spielt nicht sonderlich viel. Den Kater liebt sie und sucht seine Nähe, auch zu den Besitzern kommt sie nachts gern ins Bett zum Schmusen.

Um der Sache genauer auf den Grund zu gehen, schickten wir sowohl Blut als auch Kot ins Labor.
Die Ergebnisse ergaben, daß wir Parasitenbefall u.ä. ausschließen konnten, aber Luna ist, wie wir schon vermuteten, FIP- positiv. Diese Coronavirus- Infektion ist leider eine häufige Katzenkrankheit, v.a. in Rassekatzenzuchten- und hier v.a. bei Persern. Das ist wahrscheinlich auf die bei diesen Rassen häufig bestehende Inzucht zurückzuführen, wodurch- neben anderen Organsystemen – auch das Immunsystem beeinträchtigt wird. Die Katzenwelpen stecken sich oft durch den entweder von der Mutter oder anderen Katzen des Kollektivs mit dem Kot ausgeschiedenen Virus an und erkranken zunächst v.a. an Durchfall. Tiere mit einem besseren Immunsystem werden durchaus wieder symptomfrei, bei anfälligen Tieren kann sich aber durch bestimmte Auslöser, wie Streß u.ä. späterhin die feline infektiöse Peritonitis (FIP) ausbilden. Ist diese Erkrankung erst richtig ausgebrochen kommt es u.a zu Fieber, Blutarmut, oftmals Bauchwassersucht, Gelbsucht und neurologischen Symptomen.

So weit soll es bei Luna möglichst nicht kommen. Sie erhält Phosphorus C30 Verdünnung und zusätzlich Haronga C30. Des weiteren ändern wir die Ernährung, die Patientin bekommt für die nächsten Wochen nur Geflügel, die Hälfte der Mahlzeit roh, die andere Hälfte gekocht.

Anfang November hat Luna bereits meistens festen Kot, inzwischen wurde der „Speiseplan“ erweitert, sie bekommt aber ausschließlich BARF. Es geht ihr sehr gut und sie ist auch viel agiler geworden.

Die in beiden Fallbeispielen genannten homöopathischen Arzneimittel sind auf dem Weg der individuellen Fallaufnahme und -bearbeitung ermittelt worden und NICHT auf Patienten mit der gleichen Hauptsymptomatik übertragbar!!